Die alte Frage, wann es mal wieder richtig Sommer werde, musste im Juni diesen Jahres nicht gestellt oder gesungen werden. Im Gegenteil: die Abkühlung nach der Hitzewelle wurde freudig begrüßt und so war der 1. Juli ein wunderbar sonniger, angenehm temperierter Tag. Wie geschaffen, um das Sommerfest der Ballettfreunde zusammen mit der Compagnie und Mitarbeitern des Balletthauses und der Oper zu begehen.
Im Café del Sol trafen sich an diesem Sommerabend gut 140 Gäste (m/w/d), die vom Vorsitzenden Egon Schawe begrüßt wurden.
Spezielle Grüße gingen nicht nur an die Ehrenmitglieder Hubertus Schoeller und Roland Elstner, an Alexandra Stampler-Brown und Jens Breder aus dem Leitungsteam der Oper, Bridget Breiner und Raphaël Coumes-Marquet von der Ballettleitung, sondern auch an Eva Zamazalová, die Leiterin der Ballettschule, für ihre erfolgreiche Tätigkeit (siehe unseren Bericht über die Vorstellung der Schule).

Außerdem hatte Egon Amors Pfeile im Balletthaus ausfindig gemacht und so wurde das jüngst vermählte Paar Alina Bercu (Pianistin aus Rumänien) und Juan-Pedro Godoy (Korrepetitor aus Uruguay) nachträglich mit einem dicken Blumenstrauß beglückt.

Juan-Pedro wurde gleich noch einmal beschenkt: er und seine Kollegen Eduardo Boechat und Alexandr Ivanov erhielten von den Ballettfreunden als Spende drei neue Klavierbänke, damit sie die Compagnie künftig gut gepolstert begleiten können. Eine Bank wurde – mit dem obligatorischen Schleifchen versehen – pars pro toto überreicht.

Nach der Stärkung von Körper und Seele durch das reichhaltige Buffet ging es an das stets emotional belastende Werk der Verabschiedung der Tänzerinnen und Tänzer, die die Compagnie am Ende der Spielzeit verlassen werden. Liz Verhoeven hatte sich kurzfristig bereit erklärt, für die erkrankte Renate Raeune einzuspringen und die Zeremonie mit viel Empathie und Witz zu absolvieren. Chapeau! Jede Tänzerin und jeder Tänzer erhielten ein gerahmtes Foto, das sie in einer Produktion zeigen.
Insgesamt zehn Mitglieder werden die Compagnie verlassen. Aber der Wehmut darüber wird gemildert durch die Freude auf zehn neue junge Tänzerinnen und Tänzer in der kommenden Spielzeit.
Vier der zehn waren leider nicht anwesend, so dass sie nur symbolisch verabschiedet werden konnten:
Svetlana Bednenko, Joan Ivars Ribes, Lotte James, Simone Messmer.
Seit der Spielzeit 2024/2025 waren Skyler Maxey-Wert und Alejandro Azorín Tänzer in der Compagnie, die sie nun verlassen. Beide waren seinerzeit aus Dresden nach Düsseldorf gekommen mit der Übernahme der Ballettleitung durch Bridget Breiner und Raphaël Coumes-Marquet.

Schon in der Spielzeit 2020/2021 waren Gustavo Carvalho, Paula Alves, Emilia Peredo Aguirre und Kauan Soares Mitglieder des Ballett am Rhein geworden. Demis Volpi hatte sie in die Compagnie geholt. Sie erlebten die Probleme, die Corona für Training und Aufführungen des Balletts bedeuteten.

Allen Tänzerinnen und Tänzern, die die Compagnie nun verlassen werden, wünschen die Ballettfreunde viel Glück und Erfolg für den neuen Lebensweg. Vielen Dank für die tollen Darbietungen, an die wir uns erinnern werden.
Liz Verhoeven hat dies in ihren Verabschiedungsbeiträgen sehr persönlich für jede Tänzerin und jeden Tänzer ausgedrückt. Auch dafür vielen Dank und ein Blumenstrauß dazu.

Und weil Bilder so viel mehr über die Atmosphäre des Sommerfests sagen können als Worte, hier zur Erinnerung eine kleine Fotostrecke:













Text: Axel Weiss; Fotos: Renate Weber-Zangrandi, Erich Kutzera