Ballett im bambi
Spannende Unterhaltung verbunden mit inspirierenden Insidergesprächen bieten Ballett am Rhein und das bambi Filmstudio mit einer neuen Kooperation, die am 13. Oktober mit „Black Swan“ an den Start geht. Professioneller Tanz, der körperlich wie psychisch regelmäßig an Grenzen kratzt, fasziniert auch auf der Kinoleinwand ein breites Publikum. Dass auch Tanzprofis sich gern verfilmte TänzerIinnengeschichten anschauen und manchmal davon sogar so inspiriert sind, dass es ihre eigene Karriere beeinflusst, hat den Anstoß für die neue Tanzfilm-Serie gegeben:

Gemeinsam mit dem bambi Filmstudio in der Klosterstraße präsentieren drei Mitglieder sowie der Direktor des Ballett am Rhein in den kommenden Monaten ihren Lieblingstanzfilm und sprechen im Anschluss an die Filmvorführung über ihre persönliche Verbindung zu dem Film. Die Gespräche führen weit über das filmisch Verdichtete hinaus und thematisieren ganz persönliche Aspekte der TänzerIinnenlaufbahn, wie die oftmals frühe Trennung von der Familie, die Notwendigkeit, sich immer wieder an neuen Orten ein Zuhause aufzubauen, die vergleichsweise kurze Halbwertzeit ihrer Karrieren und vieles mehr.
Oktober 2026:
Den Anfang macht am Dienstag, 13. Oktober, um 19 Uhr Darren Aronofskys „Black Swan“ mit Natalie Portman in der Titelrolle. Was ihr der Film bedeutet, wann sie ihn zum ersten Mal gesehen hat und ob er ihre Einstellung zum Ballett beeinflusst hat, erläutert Profitänzerin Doris Becker im anschließenden Interview mit Dramaturgin Juliane Schunke.


November 2026:
Um einen englischen Arbeiterjungen, der lieber tanzen will, anstatt zu boxen und wie er es schafft, sich gegen harte Widerstände und Klischees zu behaupten, um schließlich Weltkarriere zu machen, geht es in Stephen Daldrys „Billy Elliot“. Balletttänzer Niklas Jendrics erzählt im Anschluss an die Filmvorführung am 17. November, was ihn an dem Film begeistert und was die Geschichte bei ihm in Bewegung gebracht hat.


März 2027:
Eine ganz andere Sicht auf Tanz zeigt Wim Wenders in seinem ikonischen Werk „PINA“. Mit dem Ensemble des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch erkundet er die einzigartigen Stücke der legendären Choreographin, die Bühne des Tanztheaters, aber auch Stadt und Umland und lässt Orte des kreativen Schaffens der 2009 verstorbenen Künstlerin lebendig werden. Tänzer Pedro Maricato teilt nach der Vorführung am 9. März seine Geschichte zu „PINA“ mit dem Publikum.


Mai 2027:
Zum Abschluss der gemeinsamen Tanzfilm-Serie in dieser Spielzeit wird es nicht nur leidenschaftlich, sondern auch politisch: Raphaël Coumes-Marquet, Direktor des Ballett am Rhein, präsentiert am 11. Mai Taylor Hackfords „White Nights“, einen Film aus den Achtzigerjahren mit Weltstar Mikhail Baryschnikov als einen im Exil lebenden Tänzer, der durch einen unglücklichen Zufall wieder in der Sowjetunion landet und dort von einem KGB-Agenten erkannt wird.


Info:
„Tanzfilm – mit dem Ballett am Rhein ins Kino“ ist eine neue Kooperation mit den Düsseldorfer Filmkunstkinos und findet in dieser Spielzeit vier Mal im bambi Filmstudio, Klosterstraße 78, 40211 Düsseldorf, statt. Tickets für 12/13 Euro (mit Gildepass 2 Euro Ermäßigung) über filmkunstkinos und an den Kassen aller Düsseldorfer Filmkunstkinos.
Text und Fotos der Compagniemitglieder: Deutscher Oper am Rhein