„Dornröschen“ neu getanzt
Eine junge Prinzessin, verflucht zu 100 Jahren Schlaf, umrankt von Dornen und Rosen:


Das Märchen „Dornröschen“ hat im Laufe der letzten Jahrhunderte von Charles Perrault über die Brüder Grimm bis hin zu einer Disney-Verfilmung verschiedenste Varianten durchlaufen und fasziniert damals wie heute. In der Ballettwelt wird das Werk seit seiner Uraufführung 1890 durch das Erfolgsduo Marius Petipa und Peter Iljitsch Tschaikowsky weltweit in rekonstruierten oder neuen Versionen gespielt. Bridget Breiner, Chefchoreographin des Düsseldorf-Duisburger Ballett am Rhein, wirft nun einen frischen Blick auf diesen Meilenstein des Ballettrepertoires.
Premiere hat ihre Uraufführung am Samstag, 15. November, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf.
Nah an der Grimmschen Vorlage erzählt Bridget Breiner das Märchen von Dornröschen aus ihrer eigenen Perspektive. Den Fokus richtet sie dabei auf die psychologischen Aspekte der Figuren und deren soziale Verknüpfungen.


Fasziniert von Märchen und deren symbolstarken Inhalten erkundet sie mit choreographischen Mitteln nicht nur die oftmals stereotypen Kategorisierungen von Gut und Böse, sondern wirft auch einen genaueren Blick auf das Phänomen des überlangen Schlafes und dessen Bedeutung.


In enger Zusammenarbeit mit Bühnen- und Kostümbildner Jürgen Franz Kirner lässt sie einen altvertrauten Stoff neu erstrahlen und verbindet die Ausdruckskraft des Balletts mit der Magie zeitloser Märchen.

Unter der musikalischen Leitung von Yura Yang spielen die Düsseldorfer Symphoniker Tschaikowskys „Dornröschen“ mit musikalischen Erweiterungen von Tom Smith.

Wie immer lädt das Ballett am Rhein alle Interessierten vorab zur kostenlosen Ballettwerkstatt mit Podiumsgespräch und Probenbesuch im Opernhaus ein – sie findet statt am Mittwoch, 12.11. um 17.30 Uhr.
Alle Infos und Termine auf ballettamrhein.de.
Text: Deutsche Oper am Rhein; Fotos: Altin Kaftir