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Ballettfreunde der Deutschen Oper am Rhein e.V.

Wir fördern Spitzenkunst

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Feuer bewahren– nicht Asche anbeten / Fernsehpremiere

Annette von Wangenheims Dokumentarfilm über den Ballettdirektor und Chefchoreographen des Balletts am Rhein wird im September im Schweizer Fernsehen und auf Arte ausgestrahlt.

Weitere Informationen

DVD-Veröffentlichung "Feuer bewahren – nicht Asche anbeten"

Ab dem 7.10.2016 kann Annette von Wangenheims Film "Feuer bewahren – Nicht Asche anbeten" als DVD in unseren Opernshops, im Theater Duisburg und im Düsseldorfer Opernhaus erworben werden. Am 05.11. & 19.11. wird es Signierstunden mit Martin Schläpfer geben!

"Ballett am Rhein" Dumont Kalender jetzt für 27,00 € erhältlich!

Aktuell

Am 18.09. im Schweizer Fernshen – am 26.09. auf Arte

Fernsehpremiere für Schläpfer-Porträt

Annette von Wangenheims Kinofilm über Martin Schläpfer "Feuer bewahren – nicht Asche anbeten" wird am 18.09. im Schweizer Fernsehen und am 26.09. auf Arte zu sehen sein. Er erscheint zudem am 07.10. auf DVD. Die Bühnenaufzeichnung zu "DEEP FIELD" kann ab dem 25.09. auf Arte Concert abgerufen werden.

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Neuer Ballett Kalender

"Ballett am Rhein" Dumont Kalender jetzt für 27,00 € erhältlich!

Das gefeierte Ensemble des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg für jeden Monat des Jahres. Zwölf Szenen aus den faszinierenden aktuellen Choreografien von Martin Schläpfer. Brillant mit der Kamera eingefangen von Gert Weigelt, einem der renommiertesten Tanzfotografen Deutschlands.

Ab 11. Februar in den Kinos

Feuer bewahren – nicht Asche anbeten

Annette von Wangenheims Dokumentarfilm über den Ballettdirektor und Chefchoreographen des Balletts am Rhein startet offiziell am 11. Februar bundesweit in verschiedenen Programmkinos.

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Interview

Wir brauchen Künstler auf der Bühne, keine Maschinen

In ihrer Doktorarbeit «Der dressierte Leib» ergründet die Tanzkritikerin Dorion Weickmann die Geschichte des klassischen Tanzes. Ihr Fazit: Ballett hat viel mit Dressur zu tun. Nicole Salathé hat den renommierten Choreographen Martin Schläpfer, einst Solotänzer unter Heinz Spoerli, gefragt, was er davon hält.

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Gastspiel

Zu Gast in der Israeli Opera Tel Aviv

Mit fünf Vorstellungen von „Ein Deutsches Requiem“ präsentierte sich das Ballett am Rhein vom 20. bis 24. Oktober 2015 in der Israeli Opera Tel Aviv. Martin Schläpfers Choreographie, uraufgeführt am 1. Juli 2011 im Opernhaus Düsseldorf und seitdem in mehreren Wiederaufnahmen und auf Gastspielen gefeiert, wurde vom israelischen Publikum enthusiastisch aufgenommen.

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Wiesbaden Gastspiel

FAZ schreibt "Eine Wucht"

Als ein "Glückliches Wiedersehen" beschreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Gastspiel von Martin Schläpfers Ballett am Rhein nahe seines alten Wirkungsortes.

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Physiotherapie

Spendenaktion - bitte nachahmen!

Unsere Ballettfreunde Marlies und Thomas Müth hatten die wunderbare Idee, im Rahmen ihres Gartenfestes für die Physiotherapie des Balletts zu sammeln.

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"Feuer bewahren – Nicht Asche anbeten" wird am 07.10.2016 auf DVD veröffentlicht

DVD-Veröffentlichung von Schläpfer-Porträt

Annette von Wangenheims Schläpfer-Portrait "Feuer bewahren – Nicht Asche anbeten" ist vom 07.10.2016 an auch auf DVD erhältlich und wird für beste Unterhaltung sorgen. Eine DVD wird für Mitglieder der Ballettfreunde 15,00 € kosten. Zusätzlich wird es am 05.11. und 19.11. Signierstunden mit Martin Schläpfer geben!

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Veranstaltungen

FIELDWORK: \ˈFĒLD-ˌWƏRK\ (URAUFFÜHRUNG) – Louisa Rachedi

Mit Ideen experimentieren, eigene Kreationen auf die Bühne bringen und als Choreograph ein Publikum begeistern: In der Saison 2015/16 möchte Martin Schläpfer dafür mit „Young Moves – Plattform Choreographie Ballett am Rhein“ ein neues Format aus der Taufe heben. Es bietet den Mitgliedern des Balletts am Rhein die Möglichkeit, eigene Uraufführungen zu entwickeln, mit ihren Kollegen umzusetzen und im Rahmen eines großen Opernhauses professionell als Choreographen zu arbeiten. Zwar waren in den vergangenen Jahren bereits Kreationen von Tänzern des Balletts am Rhein auf der Bühne der Deutschen Oper am Rhein zu erleben, erstmals ist diesen Arbeiten jetzt aber ein eigener Abend gewidmet – zusätzlich zu den regulären Premieren.

„Könnten wir vom Himmel auf eine Stadt herunterschauen, würden wir die komplexen Bewegungsmuster wahrnehmen, die wir alle – als eine Art kollektiver Körper – bilden. Die Stadt, diese technisierte und leblose Struktur, choreographiert im übertragenen Sinn unser Leben, macht uns Stadtbewohner zu Tänzern des Alltags“, so Louisa Rachedi über ihren choreographischen Feldversuch „FIELDWORK: \ˈFĒLD-ˌWƏRK\“. Verschiedene Kulturen, Überzeugungen und Ereignisse sind es, die die Körpersprache eines jeden Menschen prägen. Für ihre Choreographie nimmt Louisa Rachedi die Bewegungen einer speziellen Spezies in den Blick: die des Städters. Sein Bewegungskonzept beruht auf einer Vermeidungshaltung: Vermeidung von Kollision und Stillstand im komplexen Gebilde des urbanen Raums, aber damit unfreiwillig auch Vermeidung von Kontakt und Begegnung.



RAPTURE (URAUFFÜHRUNG) – Michael Foster

Wie findet der Einzelne seinen Platz innerhalb einer Gruppe? Wie reagiert die Gruppe auf den Wunsch des Einzelnen nach Akzeptanz, Zugehörigkeit und Sinn? Michael Foster spürt den Ritualen einer Gruppe nach – Ritualen, die jedem Menschen aus seinem Umfeld vertraut sein mögen, mit denen wir uns Sinn und Bedeutung zu geben versuchen. Solange sich die Geschichte des Menschen zurückverfolgen lässt, waren es insbesondere rituelle Tänze, Gesänge und Gebete, durch die sich Kollektive in Verzückung setzten, auf die Foster mit dem Titel „Rapture“ anspielt. Aber wie sehen diese heute aus? Musikalische Grundlage der Choreographie ist der erste Satz aus Michael Torkes Konzert für Percussion und Orchester.



IT IS PASSING BY (URAUFFÜHRUNG) – Wun Sze Chan

„It is passing by“ ist eine „Beobachtung des Selbst und der Anderen als Instrument, die Energie in der Form von Bewegungen und Klängen empfangen und weiterleiten“, so die Choreographin Wun Sze Chan. Durch Tanz spürt sie der Frage nach, wie sich die eigene Bewegung auf ein Gegenüber auswirkt und eine Kettenreaktion von Ursachen und Folgen provoziert. Ausgangspunkt ihres Konzepts ist die Vorstellung, dass Körper, Bewegung und Dasein unterschiedliche Erscheinungsformen eines einzigen Energiestromes sind. Aus den Rückkopplungen dieser Formen verschwinden und entstehen Impulse, mal harmonisch, mal chaotisch: organisch. Wun Sze Chan erforscht mit einem kleinen Ensemble von Tänzerinnen und Tänzern Bilder und Szenen aus dem Alltag, die diesen Energiekreislauf beschreiben und verdeutlichen. Die Choreographin sieht in Musik kein Medium, sondern eine Erscheinungsform von Energie, die auch in Tanz, aber genauso in Geräuschen, Stille oder Leere beschrieben werden kann. Dass diese Formen gleichzeitig zum Ausdruck kommen, ist keine Selbstverständlichkeit: Aus diesem Grund wird nur ein kleiner Teil der Choreographie von Musik begleitet.



ODNALRO (URAUFFÜHRUNG) – Alban Pinet

„Ich bin immer neugierig, welche geheimen Brüche sich in mir verbergen“, schrieb die neuseeländisch-britische Schriftstellerin Katherine Mansfield. Inspiriert von ihren Kurzgeschichten sowie von Virginia Woolfs Roman „Orlando“ über einen jungen Adeligen, der sich auf seiner Reise vom 16. ins 20. Jahrhundert vom Mann in eine Frau verwandelt, wird Alban Pinet in seiner Choreographie „odnalro“ Identitäts-Fragen nachspüren: Gibt es ein wahres Selbst jenseits dessen, das wir täglich für unsere Zeitgenossen repräsentieren? Welcher Unterschied besteht im Selbstverständnis zwischen Frau und Mann? Ändert es sich im Laufe des Lebens und welche Rolle spielt dabei die Gesellschaft und die Zeit, in der wir uns befinden? Seine Choreographie für zehn Tänzerinnen und Tänzer entsteht zu Kompositionen einer Grenzgängerin zwischen den musikalischen Stilen, der isländischen Komponistin und Cellistin Hildur Guðnadóttir.



MINDRIFT (URAUFFÜHRUNG) – Boris Randzio

Boris Randzios „Mindrift“ handelt von drei Frauen und ihrer Kommunikation untereinander. Sie kommen als Gruppe zusammen, unterschiedliche Charaktere treffen aufeinander und alle drei durchlaufen sowohl in der sozialen Gemeinschaft als auch als Individuen mit verschiedenen Temperamenten im Verlauf der Choreographie einen Prozess. Für Boris Randzio sind György Kurtágs „Signs, Games and Messages“ für Viola solo „Auslöser für den Tanz und die Verbindung der Tänzerinnen“. Der Komponist schrieb über seine Arbeit, er „verfolge beim Komponieren im Wesentlichen zwei Ziele; eine Art Einheit mit den Mitteln des möglichen Materials zu erreichen und zu einer Art vokaler Komposition zu gelangen, die sich weitest möglich an die verbale Kommunikation annähert“. Kurtágs verbale Kommunikation wird Boris Randzio in „Mindrift“ in Bewegungskommunikation übersetzen.



ZAHIR (URAUFFÜHRUNG) – So-Yeon Kim

Gustav Klimt und Emilie Flöge, der Maler und die Modeschöpferin, zwei der schillerndsten Figuren der Wiener Bohème und des Fin de siècle. Zeitweilig waren sie ein Paar, sie seine Muse, er Designer von Kleidern, die in ihrem Salon verkauft wurden. Aber ihre Verbindung war so unkonventionell und wenig bürgerlich wie die beiden Persönlichkeiten selbst. In „Zahir“ lässt So-Yeon Kim den Zuschauer die besondere Liebesgeschichte der beiden entdecken. Darauf, dass sie die Geschichte dem Publikum offenbart, spielt auch ihr arabischer Titel an, der sich mit „sichtbar“ ins Deutsche übersetzen lässt. Für ihr Werk hat sie Ausschnitte aus Johann Sebastian Bachs Suiten für Violoncello solo gewählt.



Weitere Information und Karten unter: www.operamrhein.de

ESPLANADE – Paul Taylor

Eine Esplanade ist ein Ort, an dem man spazieren oder sich aufhalten kann – eine Promenade, ein Platz, ein Boulevard. Alltägliches findet auf einer Esplanade statt, und so war es auch eine simple Szenerie, die Paul Taylor 1975 zu seinem Ballett „Esplanade“ inspirierte: der Blick auf ein rennendes Mädchen, das versuchte, einen Bus zu erreichen. Alltägliche Bewegungen wie Laufen, Rennen, Springen, Rutschen, Stürzen oder einfach nur Stehen fügen sich zu Violinkonzerten von Johann Sebastian Bach in „Esplanade“ zu einer Choreographie, die heute zu den Meisterwerken des Modern Dance gehört. Der Charakter des ersten Teils ist von sommerlicher Heiterkeit und Unbeschwertheit – eine Art Höhenflug gegen die Schwerkraft, über den sich im zweiten Satz jedoch ein melancholischer Schatten legt: Mit ihren gebeugten Körpern erscheinen die Tänzerinnen und Tänzer wie Trauernde. Ein romantisch-verspieltes Zusammentreffen dreier Paare lotet Liebesglück und Liebesleid aus, bevor sich das ganze Ensemble mit halsbrecherischen Sprüngen in eine atemberaubend-ausgelassene Raserei begibt.

Mit „Esplanade“ präsentiert das Ballett am Rhein erstmals eine Arbeit Paul Taylors und damit ein weiteres zentrales Werk des amerikanischen Repertoires des 20. Jahrhunderts. 1930 geboren erhielt Paul Taylor seine Ausbildung zum Tänzer bei Antony Tudor, Martha Graham, Doris Humphrey und José Limón und trat in verschiedenen Compagnien auf. Er arbeitete mit Merce Cunningham und zählte in Martha Grahams Dance Company zu den charismatischsten Solisten. George Balanchine schuf für ihn in seinem Ballett „Episodes“ die legendäre Taylor-Variation. 1954 kreierte er seine erste eigene Choreographie, 1955 gründete er sein eigenes Ensemble – die in New York ansässige Paul Taylor Dance Company, die er bis heute leitet und die auf Tourneen weltweit zu erleben ist. In seinem 140 Choreographien umfassenden Schaffen setzt sich Paul Taylor mit einer großen Bandbreite von Themen auseinander, in deren Zentrum jedoch stets die Fragen des Menschseins zwischen Leben und Tod, Natur und Zivilisation, Liebe und Sexualität stehen. Horst Koegler zählte den Künstler „nicht nur zu den fruchtbarsten, fantasievollsten und musikalischsten, sondern auch zu den humorvollsten Choreographen seiner Generation“.



TENEBRE (URAUFFÜHRUNG) – Hubert Essakow

„Ein Choreograph, der weiß, was er sagen möchte, und es dann wirkungsvoll und prägnant formuliert“, war in der Presse zu lesen, nachdem Hubert Essakow eines seiner jüngsten Werke in London zur Uraufführung gebracht hatte. Seine Choreographie „Ignis“ wurde als „unglaublich berührend“ gefeiert, der Guardian beschrieb sie als ein „melancholisches, wunderschön orchestriertes Tanzdrama“, dessen „Nachglühen einen noch lange begleitet“.

In seiner choreographischen Sprache keineswegs auf das Vokabular der traditionellen Danse d’école beschränkt, verlief die Karriere des gebürtigen Südafrikaners zunächst klassisch. Zehn Jahre war Hubert Essakow beim Royal Ballet in London engagiert und tanzte dort zuletzt als Solist Werke von Kenneth MacMillan, Frederick Ashton, George Balanchine, Christopher Wheeldon, Siobhan Davies, Twyla Tharp und William Forsythe. Nach seinem Abschied von der traditionsreichen Compagnie im Jahr 2003 lebte Essakow für eine Weile in Japan, bildete sich im zeitgenössischen Tanz weiter und tanzte – zurück in seiner Wahlheimat Großbritannien – für Compagnien wie die Ballet Boyz oder die Rambert Dance Company. Zugleich begann er, eigene Kreationen vorzustellen und sich in der freien Szene einen Namen zu machen. Als freischaffender Choreograph und Lehrer arbeitete er bereits für das Sadler’s Wells, die Royal Academy of Dance oder das ROH2, die zeitgenössische Programmsparte des Royal Opera House in London. Eine Zusammenarbeit verbindet ihn darüber hinaus auch mit dem English National Ballet.

Martin Schläpfer hat diesen vielseitigen Choreographen nun für das Ballett am Rhein entdeckt und bei Hubert Essakow ein neues Werk für sein Ensemble in Auftrag gegeben. Zu Musik von Bryce Dessner und den Sounds von Gareth Mitchell kreiert Hubert Essakow – angelehnt an die kirchlichen Stundengebete in der Karwoche – eine Reise durch die Nacht zum Licht. Zur Seite steht ihm dabei Merle Hensel, deren unkonventionelle Ausstattungen für Tanz, Sprechtheater, Oper und Film genauso neugierig machen wie die Arbeiten des in London ansässigen Lichtgestalters Lee Curran.



DIFFERENT DIALOGUES (URAUFFÜHRUNG) – Nils Christe

Im Opernhaus Düsseldorf begeisterten seine „Fearful Symmetries“ in b.11 – ein temporeiches Großstadt-Stück, das nicht nur die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein wie unter Starkstrom setzte, sondern auch das Publikum angesichts seiner Virtuosität, seines Einfallsreichtums und seines verblüffenden Spiels mit immer neuen symmetrischen Strukturen den Atem anhalten ließ. Im Theater Duisburg zeigte sich Nils Christe mit den im Ballettabend b.18 uraufgeführten „Sorrowful Songs“ dagegen von einer ganz anderen Seite: Wie Inschriften gruben sich seine emotionsgeladenen Bilder über Verfolgung, Bedrängnis und Gefangenschaft, Aufbegehren und Verlieren als zutiefst berührende getanzte Klage in die Erinnerungen des Zuschauers. Für den Ballettabend b.28 kehrt Nils Christe nun mit einer weiteren Uraufführung zum Ballett am Rhein zurück. Ausgangspunkt sind ihm hierbei Kompositionen von Philip Glass, steht für den Choreographen am Anfang eines neuen Stückes doch zunächst die Suche nach einer Musik. „Es ist die Musik, die mich inspiriert, nie ein Buch oder etwas anderes“, bekennt Nils Christe: „Wenn ich nichts höre, sehe ich keine Bewegung, denn im Innersten bin ich doch immer auch Musiker.“

Nils Christe zählt seit seiner gefeierten Uraufführung „Before Nightfall“ 1985 mit dem Ballett der Pariser Oper zu den wichtigsten Choreographen seiner Generation. Er war Tänzer im Nederlands Dans Theater, erhielt dort die Möglichkeit, auch zu choreographieren, und leitete von 1986 bis 1993 als künstlerischer Direktor das Scapino Ballet in Rotterdam. Nach dem Pariser Erfolg führten ihn seine eigenen Kreationen schon bald weit über die Grenzen seiner niederländischen Heimat hinaus in alle Welt zu Compagnien wie dem Ballett der Wiener Staatsoper, dem Königlich Dänischen und Königlich Schwedischen Ballett, Finnischen Nationalballett, Basler und Zürcher Ballett, zum Ballett der Deutschen Oper Berlin, Ballett der Komischen Oper Berlin, Bayerischen Staatsballett, ballettmainz, Washington Ballet, den Grands Ballets Canadiens, dem Queensland Ballet, Singapore Dance Theatre, Het Nationale Ballet Amsterdam und zu Introdans. Von besonderer Bedeutung ist für Nils Christe die Zusammenarbeit mit seiner Frau Annegien Sneep, die ihm nicht nur seit 1981 assistiert und weltweit für die Wiedereinstudierung seiner Choreographien verantwortlich zeichnet, sondern für seine Ballette meist auch die Kostüme entwirft.



Weitere Information und Karten unter: www.operamrhein.de

Erneut lädt das Ballett am Rhein zu einem Filmabend ins Balletthaus ein. Paul Taylor war ein außergewöhnlicher Tänzer, mit seinem seit der Mitte der 1950er Jahre entstandenen und bis heute sich immer noch erweiternden choreographischen Schaffen hat er den amerikanischen Modern Dance wie wenige andere geprägt. Mit Esplanade präsentiert das Ballett am Rhein in b.28 erstmals ein Werk des bedeutenden Künstlers in Düsseldorf.

Matthew Diamond gibt in seiner 1997 entstandenen Dokumentation faszinierende Einblicke in die Persönlichkeit und Arbeitsweise von Paul Taylor und seiner Tanzcompagnie. Nominiert für einen Academy Award for Best Documentary Feature einer der besten Tanzfilme und eine sehenswerte Einführung in das Programm b.28 mit Taylors Esplanade.

In den Ballettwerkstätten präsentieren wir Ihnen bereits vor einer Premiere Ausschnitte aus dem Programm und geben Ihnen im Gespräch mit unseren Künstlern Einblicke in ihre Arbeit.


Weitere Information und Karten unter: www.operamrhein.de

Treffpunkt 1:

10:30 Uhr Hotel Rheinterrasse Benrath, Parkeingang, Spaziergang zum Treffpunkt 2

Treffpunkt 2:

10:45 Platz vor Schloss Benrath

Parkmöglichkeiten:

am Hotel oder neben dem Ruderclub

Haltestelle:

„Schöne Aussicht“ (U71), 10 min Fußweg bis Hotel Rheinterrasse
„Schloss Benrath“ (U71), Düsseldorf-Benrath (S6, S68, RE1, RE5)

Führungen rund um das Schloss Benrath:

Führung 1: Elisabeths Garten
Über 60 Hochbeete verwandeln den Innenhof des Naturkundemuseums in einen nahrhaften Gemüse- und Kräutergarten. Bei einem Rundgang werden alle Sinne angesprochen, es darf genascht und probiert werden. Ganz nebenbei erfahren Sie etwas über das Gärtnern früher und heute und die Besonderheiten von Elisabeths Garten.


Führung 2: Museum für Gartenkunst
Auch das Museum für Gartenkunst ist eine Besonderheit in Deutschland, denn hier geht es um den Garten in allen Facetten. Bei einem Rundgang erfahren Sie, was Gartenkunst alles sein kann, welche wichtige Rolle der Schäfer in der Gartenkunst des Barocks spielt, was in einen guten Apothekergarten gehört und wie die Palme nach Europa kam.


Führung 3: Schlosspark
Das Schloss wäre ohne den Schlosspark nicht denkbar. Er ist Naherholungsraum, Denkmal und Naturschutzgebiet zugleich. Erleben Sie bei einer Parkführung die Privatgärten der Kurfürsten und erfahren Sie mehr über die besondere Verbindung von Schloss und Park.


Führung 4: Schloss
Wussten Sie, dass Schloss Benrath als Sommerresidenz und Jagdschloss für den Kurfürsten Carl Theodor und seine Gemahlin Elisabeth Auguste gebaut wurde? In einem Rundgang durch das Schloss tauchen Sie ein in die Welt des 18. Jahrhunderts.

Mittagessen:

Grillbuffet im Hotel Rheinterrasse

Teilnehmerbeitrag:

(ohne Getränke): 40,- € p.P., inkl. Führung (Kinder bis 10 J. 10 €)

Nach diversen Metropolen, die wir in den letzten Jahren besucht haben, wird es im Frühjahr etwas beschaulicher. Wir reisen in die niedersächsische Stadt Oldenburg, wo es ein Wiedersehen mit un-serem langjährigen Solisten Antoine Jully gibt, der seit 2014 dort als Chefchoreograf wirkt – und natürlich mit seiner Frau und künstlerischen Assistentin Carolina Francisco Sorg. So bleiben wir nicht nur als Freunde verbunden, sondern lernen eine 160.000 Einwohner zählende Großstadt kennen, die klein und aufgeräumt anmutet. Oldenburg war immer schon ein Ort des kulturellen Austausches, der Wissenschaften und der Lebensfreude, die wir hoffentlich in diesen Frühlingstagen zu spüren bekommen.
Freitag früh reisen wir mit einem Bus der Luxusklasse gen Norden. Untergebracht im zentral und ruhig gelegenen Hotel Altera gibt es keine weiten Wege für unser Wochenendprogramm. Nach der Ankunft erleben wir eine Stadt- und Schlossführung auf den Spuren der Großherzöge. Abgerundet wird der Tag durch ein gemeinsames Abendessen in der Brasserie Schmitz, bekannt für seine hervorragende Französische Küche.
Am Samstag dreht sich das Programm um Theater und Ballett. Schon am frühen Morgen bietet Eva Zamazalová den Mitgereisten eine Ballettgymnastik im Wellnessbereich des Hotels an, um sich auf den Tag einzustimmen. Wir besichtigen das Staatstheater und besuchen eine Probe des Balletts, die uns einen Einstieg in das abendliche Ballettprogramm „D-MAN IN THE WATERS“ / GENERATION Y“ ermöglicht. Am Sonntag gibt es noch alternative Vormittagsprogramme, bevor wir am frühen Nachmittag die Rückreise antreten. Der Reisepreis beträgt im EZ 465,- € und im DZ 415,- € p.P. und kann je nach Gruppengröße geringfügig schwanken.

Wenn Sie dieses attraktive Reiseprogramm im Kreise netter Ballettfreunde erleben möchten, empfehlen wir eine umgehende Anmeldung (bis zum 03. Januar 2016). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

DUO CONCERTANT – George Balanchine

Als stille Zuhörer stehen zwei Tänzer hinter einem Konzertflügel und lauschen der Violine und dem Klavier, die den ersten Satz von Igor Strawinskys „Duo Concertant“ interpretieren. Schließlich schreiten sie in die Mitte der Bühne, um dort eine Fülle raffiniertester choreographischer Ideen zu zeigen, wie sie sich nur einer der ganz großen Meister der Ballettkunst des 20. Jahrhunderts, George Balanchine, auszudenken vermochte. Nach dem Willen Balanchines sollte der Zuschauer sich aber zunächst in die Klänge vertiefen und das musikalische Vokabular des Komponisten erfassen. Er beließ deswegen den ersten Satz von Strawinskys Musik bewusst ohne jede choreographische Zutat, platzierte die beiden Musiker für das Publikum sichtbar auf der Bühne und erweiterte erst ab dem zweiten Satz den Dialog der beiden Instrumente um zwei getanzte ebenbürtige Stimmen. Auf faszinierend präzise Weise spiegelt Balanchine in ihnen das musikalische Geschehen im Tanz und verschmilzt Klänge und Bewegungen zu einem neuen Kunstwerk. Nach seinem Beginn als handlungsloser Dialog der künstlerischen Ausdrucksformen löst sich „Duo Concertant“ schließlich von der reinen Abstraktion und entpuppt sich durch raffinierten Einsatz von Licht, Schatten und Bewegung am Ende als berührendes Kammerspiel über Liebe und Verlangen.

George Balanchine kreierte „Duo Concertant“ im Jahr 1972 für das New Yorker Strawinsky Festival. Das Duo hatte Strawinsky, mit dem Balanchine eine langjährige Zusammenarbeit verband, jedoch bereits 1932 komponiert. Es ging aus der Zusammenarbeit mit dem Geiger Samuel Dushkin hervor und blieb das einzige Werk Strawinskys für Violine und Klavier. Wie der Titel verrät, war es vom Komponisten als Violinkonzert konzipiert – allerdings ohne Orchester. Es sollte auf einer bevorstehenden Europa- und USA-Tournee von Dushkin und Strawinsky am Klavier gespielt werden, denn der Komponist fürchtete, die Orchester in kleineren Städten mit seiner Tonsprache zu überfordern. Die Satzbezeichnungen – Cantilène, Eclogue und Dithyrambe – beziehen sich auf die Lyrik der Antike. Das ist kein Zufall, steht das Werk doch für den kompositorischen wie choreographischen Stil der Neoklassik, der durch zwei Namen geprägt und zur Vollendung gebracht wurde: Igor Strawinsky und George Balanchine.

Nach „Serenade“, „Episodes“, „Concerto Barocco“, „Agon“ und „The Four Temperaments“ befindet sich mit „Duo Concertant“ ein weiteres Werk George Balanchines im Repertoire des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg.



VARIATIONEN UND PARTITEN (URAUFFÜHRUNG) – Martin Schläpfer

Mit seiner „Kunst der Fuge“ stellte Martin Schläpfer 2002 sein erstes abendfüllendes Ballett vor – kreiert zu einem Opus summum Johann Sebastian Bachs. Und es war dieses Werk, das ihn in Bachs Welten in einer Weise eintauchen ließ, die ihn bis heute nicht mehr losgelassen hat. Ein Jahr später entstand für ballettmainz „Partita Nr. 6“, an deren musikalische Basis – Bachs Partita Nr. 6 e-Moll BWV 830 für Klavier solo – Martin Schläpfer nun mit seiner neuen Choreographie „Variationen und Partiten“ für das Ballett am Rhein anknüpft und zugleich andere Wege geht, ist es doch das Kreieren von Neuem, das direkte Reagieren auf die aktuellen Tänzerpersönlichkeiten und Themen, die in der Luft liegen, die ihn zurzeit sehr viel mehr interessieren als die Wiedereinstudierung bereits vorhandener eigener Werke. Entsprechend hat er auch die musikalische Auswahl erweitert, Bachs Partita eine Komposition von Ludwig van Beethoven gegenübergestellt und sich damit einen weiteren „Giganten“ der Musikgeschichte in die Welt seines Stückes hinein geholt. „Wie lange habe ich versucht, zu Musik Beethovens zu choreographieren – und immer musste ich passen: zu groß, zu weit ist er – weit weg und doch nahe, kein Gott, sondern ein Mensch, der keinen Gott braucht“, bekennt Martin Schläpfer. Die 12 Variationen C-Dur WoO 68, die Beethoven über das Menuett „à la Vigano“ aus dem Ballett „Le nozze disturbate“ von Jakob Haibel komponierte, wählte er als Kontrast zu Bachs Partita Nr. 6: „Bach reinigt, Beethoven zeigt hin.“

Doch noch weitere Querverbindungen ziehen sich durch Martin Schläpfers Überlegungen zu seinem neuen Stück, mit dem er sich im Rahmen des Ballettabends b.27 auch zwischen zwei „Giganten“ des Tanzes stellt: George Balanchine auf der einen Seite, auf der anderen Kurt Jooss, der mit seinem Totentanz „Der Grüne Tisch“ ein zentrales Werk des deutschen Tanztheaters kreierte, das bis heute in der Tanzkunst ebenso nachhallt wie Balanchines revolutionäre Neoklassik.

Als Partner am Klavier konnte Martin Schläpfer – nach „Drittes Klavierkonzert“ in b.10 sowie „verwundert seyn – zu sehn“ in b.22 – erneut Denys Proshayev gewinnen, einen Pianisten, von dessen Künstlertum und Gespür für den Tanz er zutiefst fasziniert ist. Seit dem Gewinn des ARD-Wettbewerbs 2002 in München ist Denys Proshayev auf vielen großen Konzertpodien der Welt zu Hause. Das breite Spektrum seines Repertoires zeigen hochgelobte Einspielungen von Klavierwerken Jean-Philippe Rameaus, Robert Schumanns und Alfred Schnittkes.



DER GRÜNE TISCH – Kurt Jooss

An einem Grünen Tisch steigern sich zehn schwarz gekleidete Herren – Politiker, Diplomaten, Spekulanten und andere Drahtzieher der Weltgeschichte – in immer heftigere Diskussion. Auf dem Höhepunkt ziehen sie ihre Pistolen. Es fällt ein Schuss, Krieg bricht aus, ein Totentanz beginnt: Frauen nehmen Abschied von ihren Männern; Soldaten fallen auf dem Schlachtfeld und ein Schieber – Profiteur und Kriegsgewinnler – bereichert sich noch an den Leichen; Frauen sind auf der Flucht und eine alte Mutter findet den Tod; eine Partisanin tötet einen Soldaten und wird hingerichtet; Soldaten und Dirnen vergnügen sich in einem Bordell, wo der Schieber ein junges Mädchen anbietet, doch auch dieses findet im Tod seinen letzten Partner. In einem Marsch führt der Tod schließlich alle seine Opfer an und holt auch noch den letzten Lebenden – den Fahnenträger – zu sich. Nur der Schieber wird verstoßen. Im letzten Bild schließt sich der Kreis: Wieder diskutieren die Herren am Grünen Tisch. Das Spiel beginnt von Neuem.

Mit seinem 1932 beim Concours de Chorégraphie des Archives Internationales de la Danse in Paris mit dem 1. Preis ausgezeichneten Antikriegsstück „Der Grüne Tisch“ wurde Kurt Jooss über Nacht weltberühmt. „Genauer ist auf der Tanzbühne nie gezeigt worden, dass Krieg kein unabwendbares Schicksal ist, sondern jener Interessenkonflikt, in welchen die Besitzenden die Habenichtse hineinziehen“, schrieb Jochen Schmidt. Bis heute lässt sich die Faszinationskraft dieses Balletts nicht nur aus dem allzeit gültigen Aufruf zum Pazifismus gegenüber den grausamen Machenschaften und dem Zynismus der Mächtigen erklären, der in seinem sozialkritischen Realismus den Werken eines Otto Dix, George Grosz oder auch Bertolt Brecht nahe steht. Vielmehr handelt es sich auch im Hinblick auf die choreographische Komposition – eine Synthese von Mitteln des freien deutschen und des klassisch-akademischen Tanzes – um ein äußerst bühnenwirksames Meisterwerk des dramatischen Tanztheaters.

Kurt Jooss (1901–1979) gehörte zu den Initiatoren der Folkwangschule Essen, leitete die dortige Tanzabteilung, gründete das Folkwang-Tanztheater-Studio und die Ballets Jooss. Auf seine öffentliche Weigerung, sich von seinen jüdischen Mitarbeitern zu trennen, entschied er sich 1934 zur Emigration nach England, aus der er erst 1949 zurückkehrte. Geschichten über Macht, Tod, Liebe, Zerstörung und die Verführbarkeit des Menschen blieben wiederkehrende Motive seines Schaffens.



Weitere Information und Karten unter: www.operamrhein.de

In den Ballettwerkstätten präsentieren wir Ihnen bereits vor einer Premiere Ausschnitte aus dem Programm und geben Ihnen im Gespräch mit unseren Künstlern Einblicke in ihre Arbeit.


Weitere Information und Karten unter: www.operamrhein.de

BOURNONVILLE DIVERTISSEMENT – August Bournonville

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts führten Persönlichkeiten wie der Dichter Hans Christian Andersen, der Philosoph Søren Kierkegaard oder der Künstler Bertel Thorvaldsen Dänemark zu bis dahin ungekannter kultureller Blüte. Untrennbar verbunden mit diesem „Goldenen Zeitalter“ ist aber auch der Name August Bournonville, der den Tanz zu einer der wichtigsten Künste des Landes machte. Zunächst als Tänzer und später als Choreograph beim Königlich Dänischen Ballett schuf er Werke, die weit mehr als kulturelles Erbe einer Nation wurden: Seine Choreographien voller filigraner Leichtigkeit, Eleganz und Esprit strahlten nach ganz Europa aus, Kopenhagen wurde zu einer der wichtigsten Stätten des Tanzes, vergleichbar mit Paris oder später St. Petersburg.

Eines der großen Meisterwerke August Bournonvilles ist das dreiaktige Handlungsballett „Napoli“, ein heiteres Stück aus dem Jahr 1842 voller lebhafter Genrebilder mit vergnügten Straßenhändlern, Puppenspielern, Wassergeistern, Flirts und Vergnügungen rund um den verliebten Fischer Gennaro und seine Braut Teresina. Bereits zu Bournonvilles Lebzeiten löste man aus diesem wie aus anderen Balletten Teile heraus, um sie als funkelnde Preziosen im Rahmen unabhängiger Divertissements zu zeigen. Ganz im Sinne dieser Tradition präsentiert auch das Ballett am Rhein zum Auftakt von b.26 ein „Bournonville Divertissement“, das mit dem berühmten Pas de six und der Tarantella aus dem dritten Akt von „Napoli“ zwei brillante Tanzsequenzen mit einem weiteren Beispiel für Bournonvilles choreographische Meisterschaft kombiniert: dem Pas de deux aus seinem Ballett „Blumenfest in Genzano“ aus dem Jahr 1858 – heute eine seiner bekanntesten Kreationen.

Für die Idee zu dieser Kombination sowie für deren Einstudierung zeichnet Johnny Eliasen verantwortlich, Spezialist für die besonders verfeinerte Technik und den speziellen Stil der Choreographien von August Bournonville. Nach seiner Ausbildung an der traditionsreichen Ballettschule des Königlich Dänischen Theaters und einer langjährigen Karriere als Solist beim Königlich Dänischen Ballett sowie bei anderen renommierten Compagnien kehrte er nach Kopenhagen zurück, um u.a. als künstlerischer Co-Direktor die Geschicke des traditionsreichen Ensembles mitzubestimmen. Seit 1981 vervollkommnet er als ein begehrter Gasttrainingsleiter die Technik und die künstlerischen Fähigkeiten von Tänzerinnen und Tänzern bei Compagnien und renommierten Ausbildungsinstitutionen auf der ganzen Welt.



DARK ELEGIES – Antony Tudor

Es ist ein Ritual des unfassbaren Schmerzes und der tiefsten Trauer, das Antony Tudor in seinem Ballett „Dark Elegies“ vor unseren Augen ausbreitet: Eine Dorfgemeinschaft hat sich zusammengefunden, um den Tod ihrer Kinder zu beklagen. Ruhig und entschlossen wirken die Tänzer, suchen keinen Trost beim anderen – und doch ist es die Gemeinschaft, die ihnen Kraft schenkt. Nur manchmal kommt es zu Ausbrüchen des Schmerzes.

Zu Gustav Mahlers „Kindertotenliedern“ für Bariton und Orchester hatte Antony Tudor 1937 für das Londoner Ballet Rambert seine „Dark Elegies“ kreiert und sich damit wahrscheinlich als erster Choreograph überhaupt von der Musik des bedeutenden Spätromantikers inspirieren lassen. 1908 in London geboren, begeisterte sich Tudor schon früh für den Tanz. Im Alter von 19 Jahren wurde er in die Klasse von Marie Rambert aufgenommen und schloss sich schließlich ihrer legendären Compagnie als Tänzer, Sekretär, Assistent und Choreograph an. In einer Tanzszene, die im England der 1930er Jahre vor allem durch die Ästhetik der Ballets Russes sowie den Ausdruckstanz des 1934 emigrierten Deutschen Kurt Jooss geprägt war, konnte sich Tudor in Konkurrenz zu Frederick Ashton bald schon mit seinen ganz eigenen Arbeiten etablieren, in denen ihm die Anteilnahme an den existentiellen Fragen des Menschseins stets ein wesentliches Anliegen war. Auf der Suche nach Wahrhaftigkeit und der Versöhnung von Ausdruck und Form fand er zu einer neuartigen Beseelung der Gestik und damit zu einer differenzierten Psychologisierung seiner Gestalten, wie sie die Tanzbühne bis dahin nicht kannte. Die Mittel des klassischen Balletts wusste Tudor in eine Bewegungssprache zu verwandeln, in welcher der Artist zum Darsteller wird und das menschliche Erleben, ausgedrückt durch die wortlose Kunst des Tanzes, ins Zentrum rückt.

Gebets- und Andachtshaltungen, aber auch Volkstanzelemente bilden die Basis der Bewegungssprache von „Dark Elegies“, werden aber durch Dehnungen, Überzeichnungen und Erweiterungen zum einen aufgebrochen, zum anderen der linearen Strenge des klassischen Balletts unterworfen. Erinnern die Gruppensequenzen in ihrer großen Klarheit und Kargheit an die Wucht antiker Tragödienchöre, so wirken mehrere, auf Spitze getanzte Soli mit ihren verzweifelten Sprüngen oder plötzlich zusammenfallenden Gesten wie schmerzhafte emotionale Ausbrüche.

Mit „Dark Elegies“ präsentiert das Ballett am Rhein nach „Jardin aux lilas“ und einem Pas de deux aus „The Leaves are Fading“ in b.14 ein weiteres zentrales Werk aus dem Schaffen Antony Tudors



ONE (URAUFFÜHRUNG) – Terence Kohler

Betrachtet man die verschiedenen Stadien eines Sturms – von außen wie von innen –, so ergeben sich unterschiedlichste Zustände und Wirkungen: von seiner Vorahnung über das Toben im Inneren oder das Gefangensein in seinem Auge bis hin zur schieren Kraft eines vorüberziehenden Sturms und der plötzlichen Ruhe danach. Für den Choreographen Terence Kohler werden diese zu einer Metapher, um in die Seelenlandschaften jener Komposition einzudringen, die er sich für seine erste Kreation für das Ballett am Rhein als musikalische Basis wählte: Johannes Brahms’ Sinfonie Nr. 1 – eine Partitur, mit der Brahms von der großen Vergangenheit seiner Vorgänger bedrängt und aus dem immer wieder geäußerten Bedauern, ein zu spät Geborener zu sein, in einem über 22-jährigen Entstehungsprozess zu einer Musik fand, die sich in die Tradition stellt, zugleich aber alles Traditionelle in etwas Subjektives und zutiefst Persönliches verwandelt.

Terence Kohler kann bereits auf ein erstaunlich umfangreiches Schaffen blicken. Geboren 1984 in Sydney, dort zum Tänzer ausgebildet, aber auch schon früh vom Choreographieren fasziniert, kam er 2002 an die Akademie des Tanzes in Mannheim, wo Birgit Keil seine Begabung förderte. Erste größere Choreographien – darunter auch abendfüllende wie das Handlungsballett „Anna Karenina“ – entstanden für das Karlsruher Ensemble, dem er seit 2004 als Tänzer und Choreograph angehörte. 2007 wurde Terence Kohler mit dem Deutschen Tanzpreis „Zukunft“ für Choreographie ausgezeichnet. In der Spielzeit 2009/10 war er Choreographer in Residence des Bayerischen Staatsballetts, heute ist er freischaffend tätig. In München entstanden Uraufführungen wie „Once Upon an Ever After“, „Série Noire – ein choreographischer Krimi“, „Daphnis und Chloé“ sowie „Helden“. Das für das Königliche Ballett von Flandern kreierte „11:11“ brachte ihm 2010 eine Nominierung für den Prix Benois de la Danse.



Weitere Information und Karten unter: www.operamrhein.de

In den Ballettwerkstätten präsentieren wir Ihnen bereits vor einer Premiere Ausschnitte aus dem Programm und geben Ihnen im Gespräch mit unseren Künstlern Einblicke in ihre Arbeit.


Weitere Information und Karten unter: www.operamrhein.de

Inspiriert von der aktuellen Ausstellung „Zurbaran, Meister der Details“ im Kunstpalast Ehrenhof gastiert die Choreografin Brigitta Luisa Merki mit „Flamencos en Route“ am 06.und 07.Januar 2016 jeweils um 20:00 Uhr, im Robert-Schuhmann-Saal

Den Ballettfreunden bietet Brigitta Luisa Merki exklusiv eine Einführung zu diesem Programm an, am 05. Januar 2016 um 19:00 Uhr im Balletthaus, Merowingerstr. 88.

U.A.w.g., online oder telefonisch im Ballettbüro, Tel. 0211 – 8925 340.

Karten für die Vorstellungen sind an der Kasse des Kunstpalastes zu erhalten. Den Ballettfreunden wird bei Verweis auf die Mitgliedschaft (je Mitglied auf zwei Karten beschränkt) einen Nachlass von 10 % gewährt.

Vorstellungsbesuch im Erholungshaus Leverkusen
Abfahrt 17.45 Uhr am Opernhaus Düsseldorf, 18.00 Uhr am Balletthaus
Begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldung mit Vorauszahlung erforderlich

Weitere Informationen finden Sie hier

WORKWITHINWORK – William Forsythe

„Jedes seiner Stücke vermittelt eine unbändige Lust an der Bewegung, deren Energie sich über starre Formgrenzen hinwegzusetzen scheint. Er begegnet dem Ballett und der Art und Weise, wie es über die Jahrhunderte inszeniert wurde, mit einer gewissen Frechheit, die allerdings nie respektlos ist. Er nimmt sich Freiheiten heraus und bürstet lieb gewonnene Gewohnheiten gegen den Strich, um etwas bislang Unsichtbares, Verborgenes am Ballett sichtbar und erfahrbar zu machen. Die einzigartige Bewegungssprache, die er in über zwanzig Jahren entwickelt hat, basiert auf dem System des akademischen Tanzes. Er zertrümmert nichts, sondern nimmt sich einzelne Teile liebevoll zur Brust, analysiert sie wie ein Forscher und stellt seine Ergebnisse der Öffentlichkeit vor.“ Dies schrieb der Theaterwissenschaftler Gerald Siegmund über den Choreographen William Forsythe, einen gebürtigen New Yorker, der zunächst als Tänzer zum Stuttgarter Ballett kam, dort aber schnell zum Hauschoreographen avancierte und zwischen 1984 und 2004 als Ballettdirektor und Ballettintendant in Frankfurt für Furore sorgte. Seine Werke werden von der Forsythe Company und allen großen Ensembles weltweit getanzt und gehören längst zum Kanon des zeitgenössischen Ballettrepertoires.

Athletisch, virtuos, schnell und intelligent – Eigenschaften, die man aus Werken wie „In the Middle, Somewhat Elevated“ kennt, treffen auch auf Forsythes „workwithinwork“ zu. Das 1998 für das Ballett Frankfurt choreographierte Werk umschreibt klassische Bewegungen im Sinne eines idealen Urbilds, ohne diese aber selbst zu benennen oder zu zeigen. William Forsythe manipuliert und dekonstruiert in „workwithinwork“ das Vokabular der Danse d’école: Verbindungen werden gekappt und neu zu einer tänzerischen Sprache zusammengelötet, die auf überraschende Weise mit unserer modernen digitalen Wissens- und Informationsgesellschaft korrespondiert. Gleich einem perpetuum mobile setzt sich die Choreographie unablässig aus sich selbst heraus fort.

William Forsythe kreierte „workwithinwork“ zu einer Auswahl der Duetti per due Violini, einer Sammlung von 34 kurzen Duos für zwei Violinen von Luciano Berio. Jeden Satz konzipierte Berio als ein kurzes Portrait seines Widmungsträgers, darunter viele herausgehobene Persönlichkeiten der Musikszene des 20. Jahrhunderts. Da der Komponist alle Werke mit Entstehungsdatum und -ort versah, gleichen sie einem musikalischen Tagebuch in jenem munter-ironischen Stil, den Luciano Berio so meisterlich beherrschte.



SYMPHONIC VARIATIONS – Frederick Ashton

Als würden Himmelskörper auf ihren Bahnen das Universum durchziehen, schafft eine abstrakte Malerei der russischen Bühnenkünstlerin Sophie Fedorovitch mit ihrer Weite ein Gefühl von Ewigkeit und den Raum für Sir Frederick Ashtons „Symphonic Variations“. Der unwiderstehliche Glanz dieses Balletts für drei Solistenpaare speist sich aus dem Mut zu einer Einfachheit, welche die allerhöchste Virtuosität des klassischen Tanzes einbezieht, zugleich aber die Reinheit der Körperlinien und Bewegungen betont. Ihre Form bezieht die Choreographie aus ihrer Musik – César Francks „Variations symphoniques“ für Klavier und Orchester –, ihren Inhalt aus Frederick Ashtons großem Erfindungsreichtum, ihre Substanz aus den sechs Tänzersolisten, die – wie auch der Pianist und das Orchester – in immer neuen, vielfältigen Soli, Duos und Ensembletänzen in einen subtilen „konzertanten“ Dialog miteinander treten.

Über verschiedene Inspirationsquellen – darunter die Lektüre der mystischen Schriften von Teresa von Ávila und Juan de la Cruz, aber auch der Entwurf eines „Vier Jahreszeiten“-Balletts – hatte Frederick Ashton zu seiner im April 1946 im Royal Opera House Covent Garden u.a. mit Margot Fonteyn uraufgeführten Choreographie gefunden, um sich schließlich von allen konkreten Bildern und literarischen Assoziationen wieder zu befreien und ein hinreißendes Bekenntnis zum handlungslosen, sinfonischen, ganz auf den puren Tanz konzentrierten Ballett zu schaffen. Der Kritiker A.V. Coton platzierte die an die Tänzerinnen und Tänzer höchste Anforderungen stellende Arbeit gleichbedeutend neben Mikhail Fokines „Les Sylphides“ und George Balanchines „Apollon“. Für Ashton wurde sie – nachdem er erst kurz zuvor aus dem Kriegsdienst bei der Royal Airforce entlassen worden war – zu einem Bild der Harmonie und poetischen Schönheit, mit dem er sich als bedeutendster Begründer des Neoklassizismus im englischen Tanz auch als Gegenpol zur amerikanischen Neoklassik George Balanchines positionierte.

Das Ballett am Rhein übernimmt mit den „Symphonic Variations“ – nachdem es in b.14 bereits das Solo „Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan“ von Frederick Ashton gezeigt hatte – erstmals ein großangelegtes Werk des britischen Meisters in sein Repertoire.



TWO GOLD VARIATIONS – Hans van Manen

Paare! Der Hinweis, worum es in Hans van Manens „Two Gold Variations“ geht, versteckt sich sogar im Titel des Stücks. Zunächst ist es nur ein Paar, das zur meditativen Einleitung von Jacob ter Veldhuis’ Musik die Bühne betritt. Ihm folgen die übrigen, bis schließlich alle sieben Paare aus der geheimnisvollen Dunkelheit des Bühnenhintergrunds erschienen sind. Dann nimmt das Stück Fahrt auf: Temporeich, jazzig und athletisch bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer, und doch ist das präzise, reduzierte und elegante Bewegungsvokabular des „modernen Klassikers“ Hans van Manen wie ein Nährboden präsent, aus dem jeder Schritt in seiner schlichten und kühlen Eleganz wie selbstverständlich herauswächst. Der zweite Teil ist mit kurzer Ausnahme einem einzigen Paar vorbehalten, das sich in prickelnder Erotik umschleicht und zwischen dem sich ein elektrisierendes Spiel aus Dominanz und Unterwerfung, Lockung und Zurückweisung, männlichem Habitus und weiblicher Emanzipation entspinnt. Am Ende hat sich das Paar offenbar geeinigt: In herausfordernder Erwartung liegt der Tänzer auf dem Boden, die Tänzerin steht neben ihm und löst langsam und selbstbewusst ihr Haar.

Zur Musik seines Landsmannes Jacob ter Veldhuis hat der Niederländer Hans van Manen seine „Two Gold Variations“ choreographiert und verwendete damit – wie häufig in seinen Werken – Musik eines zeitgenössischen Komponisten. Im Jahr 1997 entstand Veldhuis’ „Goldrush Concerto“, ein Konzert für zwei Solo-Schlagzeuger und Orchester, dessen Stil der Komponist selbst als „avant pop“ beschreibt, da es dissonante Klänge negiert und, wie ein Großteil seiner übrigen Kompositionen, konsonant und harmonisch klingt. Bereits zwei Jahre später hatte sich Hans van Manen von den ersten beiden Sätzen, „Goldmine“ und „All this Gold this Mountain has“, zu seiner Choreographie „Two Gold Variations“ für das Nederlands Dans Theater inspirieren lassen.

Nach der umjubelten Uraufführung „Alltag“ für das Ballett am Rhein in der Saison 2014/15, in der Martin Schläpfer als Tänzer auf die Bühne zurückkehrte, ergänzt nun „Two Gold Variations“ das umfangreiche Hans van Manen-Repertoire der Compagnie, von der Wiebke Hüster in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb, sie sei die „beste Adresse in Deutschland, um Hans van Manens wundervolle Stücke zu sehen“. Das Ballett am Rhein ist die bisher einzige Compagnie, die „Two Gold Variations“ außerhalb der Heimat des Choreographen zeigt.



Weitere Information und Karten unter: www.operamrhein.de

In den Ballettwerkstätten präsentieren wir Ihnen bereits vor einer Premiere Ausschnitte aus dem Programm und geben Ihnen im Gespräch mit unseren Künstlern Einblicke in ihre Arbeit.


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Ballettfreunde und Compagnie feiern den Einzug ins neue Balletthaus. Zu dieser „Housewarming Party“ werden gesonderte Einladungen verschickt.

Tänzer in schweren Stiefeln und dunklen Mänteln kommen wie von einer langen Reise in einer Welt an, die vielleicht eine neue Heimat werden könnte. Musik und Tanz verbinden sich zu einem Psychogramm getriebener Existenzen. Ein Getriebener war auch Gustav Mahler, wie seine Frau Alma berichtet: „Oft sagte er: Ich bin dreifach heimatlos: als Böhme unter den Österreichern, als Österreicher unter den Deutschen und als Jude in der ganzen Welt. Überall ist man Eindringling, nirgends ‚erwünscht‘.“ In seinen Kompositionen suchte Mahler immer wieder künstlerische Auswege aus seinem Dilemma, standen seine Lebens- und Kunstwirklichkeit doch in einem engen Bestimmungsverhältnis zueinander.

Leben und Werk des bedeutenden Sinfonikers gäben genug Stoff für einen Ballettabend. Doch Martin Schläpfer geht in „7“ andere Wege, folgt seiner seit vielen Jahren immer weiter entwickelten Dramaturgie einer collagenhaften Verknüpfung unterschiedlichster Bilder: Gegensätze gehen organisch ineinander über und lassen so auf der Bühne eine ganz eigene Energie entstehen; Ausschnitte von Welt können einer Art Logik des Traums folgend aber auch hart aufeinander prallen. Wie Mahler in seiner Musik viele „Sprachen“ spricht, Tonfälle aus einer akustischen Umgebung aufnimmt und verarbeitet – vom Naturlaut über Volkslieder, Signale, Zitate und Anklänge an andere Kunstmusik –, so spricht auch Martin Schläpfer viele Bewegungssprachen und lässt hochemotionale, gestische und in ihrem erzählerischen Duktus durchaus konkrete Bilder auf reine Tanzszenen treffen. Die Formen des klassischen Balletts werden dabei nicht nur weitergedacht, sondern zugleich auch zu einer Chiffre für eine Grazie, die ihre Schönheit aus dem Wissen um ihre Begrenztheit bezieht. Die Suche nach Heimat bildet die Grundierung zu einem Stück, das sich immer mehr zu einem Tanz auf dem Vulkan verdichtet. Mit einer „Reise nach Jerusalem“ dreht sich das existenzielle Spiel der Ausgrenzung in die Raserei. Was bleibt, ist eine Tänzerin im Spitzenschuh – das fragile Bild einer Ballerina über dem Abgrund.

„Unvergessliche Bilder“ entdeckte Dorion Weickmann (Süddeutsche Zeitung) in Schläpfers Choreographie, die nach der gefeierten Vorstellungsserie im Opernhaus Düsseldorf und mehreren internationalen Gastspielen nun auch im Theater Duisburg zu erleben ist. Und Natali Kurth berichtete auf SWR2: „Wenn das Stück am Ende mit der ‚Reise nach Jerusalem‘ in panische Raserei um die Stühle mündet und nur eine einzelne Tänzerin auf Spitze übrig bleibt, dann geht es doch wieder um die blanke Existenz. So, wie der beeindruckende und nachhaltige Abend auch begonnen hat.“



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Exklusiv für die Ballettfreunde.
Treffpunkt Bushaltestelle Merowingerstraße.

Wir stellen Ihnen die drei Uraufführungen von Young Soon Hue, Marco Goecke und Amanda Miller vor. Erleben Sie die Choreographen im Gespräch und in der anschließenden Probe das Ballett am Rhein sowie die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Wen-Pin Chien bei der Arbeit.

Eintritt frei.

Gezeigt wird die Videodokumentation Spaces of otherness über Amanda Millers Kreationsprozess Crop mit dem Ballett am Rhein in der Spielzeit 2012/13

Anschließend Besuch einer Probe zur aktuellen Produktion.

In einem Werkstattgespräch erfahren Sie Interessantes über die Choreographien von Martin Schläpfer, Brigitta Luisa Merki und Mats Ek; in der anschließenden Bühnenorchesterprobe erleben Sie das Ballett am Rhein sowie die Düsseldorfer Symphoniker unter der Leitung von
Marc Piollet bei der Arbeit.

Eintritt frei.

Exklusiv für die Ballettfreunde.
Treffpunkt Bushaltestelle Merowingerstraße.

Wir treffen die Leiterin und Choreografin von Flamencos en Route und einige Mitglieder ihres Ensembles, die uns das Thema »Flamenco trifft Ballett«, auch anhand praktischer Demonstrationen vorstellen werden.

Wissenswertes zur Compagnie, Einführung in die Vorstellung »Manon« und kurzer Besuch der Generalprobe zum Gastspiel am 06, 07. und 08.02.2015.

Vorstellungsbesuch im Forum Leverkusen.
18.00 Uhr Abfahrt am Balletthaus Oberkassel.

Begrenzte Teilnehmerzahl.
Gesonderte Einladung mit Anmeldeformular in der Infopost.

In den Ballettwerkstätten präsentieren wir Ihnen bereits vor einer Premiere Ausschnitte aus dem Programm und geben Ihnen im Gespräch mit unseren Künstlern Einblicke in ihre Arbeit.

Eintritt frei.

Der Unkostenbeitrag von 20,00 € ist vor Ort zu bezahlen.
Verbindliche Anmeldung bis spätestens 01.12. erforderlich.

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Über uns

Über uns

Was uns bewegt

Der Verein der Ballettfreunde der Deutschen Oper am Rhein, gegründet zu Beginn der Spielzeit 1997/98, begleitet und unterstützt die Arbeit des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg und eröffnet dem interessierten Publikum über den persönlichen Kontakt zu Martin Schläpfers Ensemble hinaus zahlreiche interessante Angebote.

Bei choreographischen Proben und Trainings erleben Sie die intensive Arbeit der Compagnie aus nächster Nähe und erfahren in exklusiven Werkeinführungen Interessantes über einzelne Künstler und ihr Schaffen. Darüber hinaus laden wir Sie zu gemeinsamen Festen und Ausflügen der Ballettfreunde und der Compagnie ein oder zu Vorträgen und Gesprächen mit Tanz-Aktiven und –Spezialisten. Wir reisen zu Vorstellungen anderer Ensembles oder begleiten das Ballett am Rhein mitunter auf ein Gastspiel. Über die quartalsweise erscheinende „Ballett Infopost“ werden Sie regelmäßig von uns über das Ballett am Rhein informiert. Die letzten Ausgaben der Infopost sind auf dieser Website unter den INFOS abgelegt. Das Programm ist vielfältig – lassen Sie sich überraschen!

Für die Gestaltung des Programms für die ca. 400 Ballettfreunde zeichnet der Vorstand unter Federführung des 1. Vorsitzenden Egon Schawe und des Geschäftsführers Oliver Königsfeld mit weiteren Vorstandsmitgliedern verantwortlich. Die Mitglieder des Vorstandes stellen sich Ihnen auf der Seite VORSTAND vor. Das Veranstaltungsprogramm der laufenden Saison finden Sie auf der Seite VERANSTALTUNGEN.

Die Vereinsmitglieder leisten einen Jahresbeitrag und freiwillige Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Balletts am Rhein. Einzelheiten zur Beitragsstruktur sind im Aufnahmeantrag aufgeführt, der unter INFOS/MITGLIEDSCHAFT abgelegt ist. Bei Interesse bedienen Sie sich bitte dieses elektronischen Antrages oder schicken uns auch gerne eine Mail an buero@ballettfreunde-dor.de. Wir freuen uns auf Sie!

Egon Schawe

1. Vorsitzender

Als Egon Schawe 2008 das Ballett der Deutschen Oper am Rhein auf einer Gastspielreise nach Moskau begleitete, entflammte seine Begeisterung für den Tanz und den Freundeskreis, den er seit 2011 als Mitglied des Vorstandes aktiv unterstützt. Zur Spielzeit 2013/14 übernahm der Steuerberater und Seniorpartner einer mittelständischen Beratungsgesellschaft, der sich selbst gern als „Spätberufenen“ in Sachen Ballett bezeichnet, den Vorsitz des Freundeskreises und leitet seitdem als erster Vorsitzender Vorstand und Verein.

Roland Elstner

Stellvertretender Vorsitzender

Ballett, das ist für Roland Elstner und seine Frau eine Kunstgattung, für die beide schon immer eine besondere Begeisterung verspürten. So sind sie seit der Gründung des Freundeskreises 1997 als Gründungs­mitglieder aktiv dabei und unterstützen den Verein in vielfältiger Weise. Der diplomierte Architekt, der nach Schule und Lehrzeit erst einmal zur See fuhr, ist seit der Spielzeit 2013/14 stellvertretener Vorsitzender des Vereins, und sorgt hier für eine stabile Statik und ruhiges Fahrwasser in der Vorstandsarbeit.

Oliver Königsfeld

Geschäftsführer

Oliver Königsfeld ist seit 1992/93 an der Deutschen Oper am Rhein engagiert, zunächst als Persönlicher Referent des Geschäftsführenden Direktors, ab 1996/97 als Betriebsleiter und Manager des von Youri Vàmos geleiteten Balletts der Deutschen Oper am Rhein. Seit 2009 steht er Martin Schläpfer als Betriebsdirektor zur Seite und wirkte maßgeblich an der Projekt­entwicklung und Umsetzung des Balletthaus­neubaus mit. Bereits seit Gründung des von ihm konzipierten Ballett­freundes­kreises im Herbst 1997 ist Oliver Königsfeld dessen Geschäftsführer und gestaltet das umfangreiche Veranstaltungs­programm. Überregional engagiert er sich seit 1999 zudem als Geschäftsführer der Bundes­deutschen Ballett- und Tanztheaterdirektoren Konferenz (BBTK).

Ulrike Frank

Beisitzer

Die ehemals selbstständige Augenoptikermeisterin ist seit 2005 Mitglied im Freundeskreis. Ihre vielfältigen Erfahrungen aus fast 20-jähriger Vorstandsarbeit in einem Fachverband und ihre Begeisterung für das Ballett vereint sie seit 2009 in der aktiven Vorstandsarbeit des Freundes­kreises. Hier betreut sie mit unternehmer­ischem Weitblick den Ballett­stand im Opernhaus, wo sie nicht nur das Warentransfer von Düsseldorf nach Duisburg und zurück koordiniert, sondern auch das Warenangebot fest im Blick hat.

Renate Raeune

Beisitzer

Renate Raeune bekam bereits in der Ära Heinz Spoerli als begleitende Mutter des „kleinen Dornröschens“ Einblicke in das Leben der Compagnie und erfuhr so unmittelbar, wie wichtig es ist, in einer fremden Stadt „Freunde“ zu haben. Deshalb unterstützte sie 1997 aktiv die Idee, einen Freundeskreis für das Ballett zu gründen und war von 1997 bis 1999 im Gründungsvorstand. Seit 2013 arbeitet die Studien­direktorin nun wieder im Vorstand mit, wo sie für Dokumentation und Protokollführung zuständig ist.

Hanne Sauer

Beisitzer

Hannelore Sauer ist bereits seit ihrer Kindheit vom Tanz und klassischen Ballett begeistert, eine Begeisterung, die bis heute unvermindert anhält. Daher trat sie unmittelbar nach der Gründung dem Verein der Ballettfreunde im Jahr 1998 bei. Schon während der Ära von Youri Vamos war sie von 2007–2009 Mitglied des Vorstands. Seit 2013 arbeitet sie nun erneut im Vorstand mit. Damals wie heute liegt der Schwerpunkt ihrer Aufgaben auf der Organisation von Veranstaltungen für die Ballett­freunde.

Renate Weber-Zangrandi

Beisitzer

Renate Weber-Zangrandi ist seit der Gründung des Vereins 1997 treue Ballettfreundin. Berufliche Gründe führten sie viele Jahre nach München und London, wo sie als Business Analystin und IT-Spezialistin für internationale Kosmetikfirmen tätig war. Nach ihrer Rückkehr aus London nach Düsseldorf engagierte sie sich mit viel Freude und Enthusiasmus in der Vereinsarbeit der Ballettfreunde. Im Oktober 2015 wurde sie in den Vorstand gewählt und ist dort zuständig für die Finanzen.

Helmut Schwanen

Ballettfreunde-Büro

Helmut Schwanen ist mit seiner ebenfalls ballettbe­geisterten Frau seit 1997 Mitglied des Freundes­kreises. Durch engagierte Beiträge wurde der damalige Vor­sitzende Josef Krings auf ihn aufmerksam und konnte ihn für die Vorstandsarbeit gewinnen. Seitdem ist der ehemalige Verlags­leiter und Musik­redakteur aufgrund seines journalistischen und gestalterischen Knowhows zuständig für die Infopost und der zuver­lässige Ansprechpartner im Büro der Ballettfreunde.

Nathalie Guth & Alban Pinet

Tänzervertreter

Von der Compagnie gewählte Tänzervertreter/-innen nehmen regelmässig an den Vorstandssitzungen teil. In der laufenden Saison wird die Compagnie vertreten durch Nathalie Guth und Alban Pinet.

Kompanie

Kurzportrait

Das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg

„Sensibel, verblüffend, virtuos, intelligent … – lässt niemals kalt.“ (Nicole Strecker, tanz)
„Die aufregendste Kompanie Deutschlands.“ (Manuel Brug, Die Welt)

Das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg wurde 2009 von seinem Direktor und Chefchoreographen Martin Schläpfer neu formiert und zählt inzwischen zu den führenden Ballettcompagnien. Nachdem bereits eine Umfrage der Deutschen Bühne das Ensemble 2010 auf den 1. Platz setzte, kürte die Zeitschrift tanz in ihrer internationalen Kritikerumfrage Martin Schläpfer zum „Choreographen des Jahres 2010“ und das Ballett am Rhein dreimal in Folge 2013,2014 und 2015 zur „Besten Kompanie“.

45 Tänzerinnen und Tänzer aus 16 Nationen sind in dem ausschließlich aus Solistinnen und Solisten bestehenden Ensemble vertreten, das auf den beiden Bühnen der Deutschen Oper am Rhein im Opernhaus Düsseldorf und dem Theater Duisburg zu erleben ist. Gastspiele führten die Compagnie u.a. ins Théâtre de la Ville Paris, Het Muziektheater Amsterdam, Gran Teatre del Liceu Barcelona, Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater Moskau, Festspielhaus St. Pölten, zur Ballettfestwoche des Bayerischen Staatsballetts München, in die Oper Köln, die Theater Gütersloh, Bonn, Hannover und Ludwigshafen, zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen, zum Festival Musica Sacra Maastricht und ins Royal Opera House Muscat (Oman). 2015/16 folgen u.a. Auftritte beim Edinburgh International Festival, in der Israeli Opera Tel Aviv und bei den Maifestspielen Wiesbaden.

Mit großem Erfolg bei Publikum und Presse entwickelte Martin Schläpfer für das zuletzt von den Direktoren Erich Walter, Paolo Bortoluzzi, Heinz Spoerli und Youri Vàmos geleitete Ensemble eine Repertoirepolitik, die von einer breiten stilistischen Vielfalt geprägt ist: In meist mehrteiligen Ballettabenden bringt er wichtige Meisterwerke des 20. Jahrhunderts von Choreographen wie George Balanchine, Kurt Jooss, Antony Tudor, Frederick Ashton, Jerome Robbins, Merce Cunningham, Hans van Manen, Twyla Tharp, Mats Ek, Jiří Kylián, Nils Christe, Amanda Miller, Marco Goecke, Young Soon Hue oder Paul Lightfoot und Sol León zur Aufführung und setzt zugleich mit eigenen Choreographien und Arbeiten jüngerer Künstlerinnen und Künstler wie Regina van Berkel, Martin Chaix, Uri Ivgi und Johan Greben oder Antoine Jully einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich des zeitgenössischen Tanzes. Seinen eigenen choreographischen Stil hat Martin Schläpfer in seinem umfangreichen Schaffen immer mehr zu einer ebenso individuellen wie zeitgemäßen Ballettkunst verdichtet, mit der er auf dem Fundament der klassischen Danse d’école, das, was er mit dem Tanz sagen möchte, seinen Tänzern geradezu in die Körper hineinschreibt – eine Arbeitsweise, die vielen seiner Werke ihre glühende Magie verleiht und auf berührende Weise vom In-der-Welt-Sein spricht.

Als musikalische Partner stehen dem Ballett am Rhein mit den Düsseldorfer Symphonikern und Duisburger Philharmonikern zwei hochkarätige Klangkörper zur Verfügung. Für die Uraufführung „DEEP FIELD“, für die Martin Schläpfer einen Kompositionsauftrag an Adriana Hölszky vergeben hatte, kam es 2014 im Opernhaus Düsseldorf erstmals zu einer Zusammenarbeit mit dem WDR Rundfunkchor Köln.

ballettamrhein.de

Weitere Infos

Kontakt

Ihre Ansprechpartner

Informationen über Jahresprogramm, Mitgliedschaft und Anmeldungen für alle Veranstaltungen immer Dienstags von 15:00 - 18:00 Uhr im Büro der Ballettfreunde:

Balletthaus
Merowingerstraße 88
40225 Düsseldorf

Telefon: 0211 - 8925 - 392
Telefax: 0211 - 8925 - 343

buero@ballettfreunde-dor.de


Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne das Veranstaltungsprogramm und den Mitgliedsantrag per Post zu.

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